KLB-Vortrag – neuer Diözesanpfarrer Klösel referiert

Donnerstag, 28. September 2017

Zu einer Andacht am – 2004 hervorragend renovierten – Bildstock vom Patron  Bruder Klaus lud die KLB Schwarzhofen am Sonntagnachmittag nahe beim Weinberg ein. Der 1. Vorsitzende Joseph Frey und seine Mitstreiterinnen bzw. Vorstandsmitglieder hatten alles für die Andacht vorbereitet. Dazu konnte man als Zelebranten den neuen Diözesan-Landvolkspfarrer Udo Klösel erstmals herzlich willkommen heißen. Man hatte Texte für die Andacht vorbereitet, einige KLB-Mitglieder fungierten als Lektoren und brachten auch die Fürbitten vor. Petra Gießübl-Ruhland begleitete auf ihrer Ziehharmonika das Eingangs- und Schlusslied, das von allen mit gesungen wurde. 

Nach der Andacht versammelte man sich im Pfarrheim zu einem Vortrag des neuen Landvolkspfarrers über den Patron Nicklaus. U. Klösel stellte sich erst einmal vor, dass er aus Pressath stamme, seit 20 Jahren Priester sei und nun in Regensburg wohne, er werde offiziell erst am 1. Oktober sein neues Amt antreten. Er leitete seinen Vortrag – der durch Bilder in einer Power-Point-Präsentation unterstützt wurde – damit ein,  dass er daran erinnerte, dass man sich am Vorabend des sechshundertsten Geburtstags hier eingefunden habe. Überhaupt spiele die Zahl 7 eine große Rolle im Leben des Heiligen.

Dieser habe viele verschiedene „Gesichter“: Bauer, Politiker, Richter, Offizier, Mystiker, Einsiedler. Vor allem war er Asket, wie die Bilder aus seinem Lebenslauf demonstrierten. Er war zuerst einmal Bergbauer, der dem kargen Boden Ernten abtrotzte. Er musste als Soldat in den Krieg ziehen, nahm aber nur an Verteidigungskriegen teil, schonte verwundete Gegner und behandelte sie wie ein Samariter. 1647 heiratete er sein Frau Dorothea, mit der er zehn Kinder zeugte. Er war ein guter Vater und Ehemann, er zog sich aber immer am Abend zurück in die Stube, um zu beten und zu meditieren.  Er war geachtet und wurde bald Ratsherr und Friedensrichter.  Doch 1647 verließ er alles, was er hatte – mit Erlaubnis seiner Frau Dorothee nach vielen Gesprächen – und wurde ein Einsiedler. Sein ältester Sohn übernahm zum Glück den Hof. Klaus wollte wegziehen, kehrte aber bald um und zog sich in die Ramft-Schlucht zurück, sein Haus betrat er nie mehr. Die Leute bauten ihm ein einfaches Haus und eine Kapelle, hier lebte er 19 Jahre lang, versunken in Gebet und Meditation, nahm kaum Nahrung zu sich.  Er wurde oft aufgesucht und um Rat gefragt, war ein angesehener Mann,  wurde zum Friedensstifter und predigte für Werke der Barmherzigkeit.

1487 starb er hier, sein Grab wurde zu einer Wallfahrtsstätte. Gemeinsam sprach man das „Bruder-Klaus-Gebet“.

 

Quelle: Adolf Mandl