Kräuterweihe ein langer Brauch

Montag, 21. August 2017

In der Pfarrei St. Katharina fand am Dienstag zu Maria Himmelfahrt wieder ein Festgottesdienst mit Kräuterweihe statt.

Bereits am Montag trafen sich die Frauen der Familiengemeinschaft Tunding am Graßl-Hof um wieder Kräuterbuschen zu binden.  Früh am Morgen machte man sich auf den Weg und sammelte verschiedene Kräuter, Blumen und Getreidesorten. Schafgarbe Johanniskraut, Kamille Gerste und Weizen Goldrute Hopfen Lavendel, Melisse, Ringelblume und vieles mehr wurde in den Sträußen mit eingebunden. Einige der Sträuße enthielten eine Königskerze in der Mitte. Diese soll das Zepter der Muttergottes darstellen und steht für ein langes erfülltes Leben.

Am Dienstag wurden die Büscherl vor der Hl. Messe am Kirchplatz verkauft und anschließend von Pater Shibu gesegnet. Die Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt beruht auf einer Legende aus der Frühzeit der Kirche. Als die Apostel das Grab Marias  besuchten trat ihnen eine Woge des Wohlgeruchs entgegen. Das Grab war leer aber angefüllt mit Heilkräutern und Blumen die Maria in ihrem Leben sehr liebte und schätzte. Seitdem werden an diesem Tag, dem Heimgang der Gottesmutter (15. August) in der Kirche Kräuter und Blumen geweiht. Jeder Kräuterbuschen sollte mindestens 7 Kräuter enthalten, gemäß der 7 Sakramente, die gegen Krankheiten, Unheil, Gewitter und Blitzschlag Helfen sollen.

Gerne nahmen sie die Gottesdienstbesucher wieder solch ein heilkräftiges Büscherl mit nach Hause und pflegen diese schöne Tradition weiter.