Wir radeln nach Flüeli in die Schweiz

Montag, 21. August 2017

KLB Pilgerreise zu Bruder Klaus 8.-15.August 2017

Eine zusammengewürfelte bunte Truppe Radlbegeisterter traf sich in Landshut, um gemeinsam nach Flüeli, dem Wirkort von „Bruder Klaus“ zu pilgern. Organisiert von engagierten KLBlern der Diözese Regensburg war alles bestens vorbereitet, vom Begleitbus mit Essen und Trinken bis Gebets- und Gesangsheften und Gitarre.

Wir starteten bei herrlichem Wetter zur ersten Etappe zum Bildungshaus am Petersberg, zuerst immer der Isar entlang. Unseren Reisesegen erhielten wir von KLB-Seelsorger Christian Kalis bei der ersten Rast. München weiträumig umgehend trafen wir abends am Petersberg ein und feierten einen stimmungsvollen Gottesdienst mit Pfarrer Josef Irlbacher im romanischen Kirchlein.

Nach einer total verregneten Nacht und unserem morgendlichen Impuls brachen wir bei ideal bedeckten Radlwetterhimmel Richtung Kaufering-Buchlohe auf. Der Kaltenberg (Ort der Ritterspiele) brachte die Schwächeren zum ersten Mal tüchtig aus der Puste. Bei Bad Wörishofen durften wir zwischenzeitlich unsere Beine in der Kneippanlage kühlen. Übernachtet haben wir im Landhotel Hartenthal- leider wegen des trüben Wetters ohne Alpenblick.

Der Höhepunkt des 3. Tages war die Krypta im Benediktinerkloster Ottobeuren. Dort befindet sich ein Altar mit Bruder Klaus und seiner Frau Dorothee. Texte und Lieder brachten uns die beiden näher. Von nun an begleitete uns Regen. In Legau durften wir bei Frau Geiger unters Vordach ihres Anwesens schlüpfen und dort unsere Mittagsrast halten. Bild Bei ungemütlichem Wind und Nässe und vielem Auf und Ab trafen wir in Kißlegg im Allgäu ein, um auf freundliche Gastgeberinnen verteilt zu werden. Dort konnten wir uns endlich aufwärmen und die Kleidung trocknen.

Nach unserem Morgenimpuls in der dortigen Pfarrkirche fuhren wir durch die schönen Obstplantagen von Tettnang Richtung Bodensee. Wir mussten uns beeilen, weil wir von Friedrichshafen aus die Autofähre nach Romanshorn erreichen mussten. Wieder einen halben Tag Radeln im Regen, Ankunft im schönen Wil. Dort wartete unsere urigste Unterkunft. In den drei Pritschenlagern im alten Militär/Feuerwehrhaus haben wir bestens geschlafen.

Unsere Herausforderung des 5. Tages : der Etzel. Die Passstraße von Rapperswil nach Pfäffikon 5km nur steil bergauf überforderte die untrainierteren Teilnehmer. GottseiDank brachte unser Begleitbus einige auf die Passhöhe. Für unsere Sportler war der Berg endlich eine Herausforderung und sie wurden oben mit viel Applaus begrüßt. Belohnt wurden alle mit einer herrlichen langen Abfahrt zum Sihlsee. Ein „kleiner“ Anstieg nach Einsiedeln mit der imposanten Klosteranlage und schon waren wir am Ziel. Im Hotel „Zur Linde“ erholten wir uns von der anstrengenden Etappe.

Unsere letzte Strecke führte uns durch das Herz der Schweiz am Vierwaldstätter See entlang. Eine besonderes Rast erwartete uns dieses Jahr in Buochs: eine Schweizerin bewirtete uns zum Dank für die Hilfe vor zwei Jahren bei einer Autopanne.

Am späten Nachmittag ging es ein letztes Mal hinauf. Wir erreichten alle Flüeli erschöpft, aber wohlbehalten und glücklich, ausgelassen begrüßt von Max. Bereits am Abend gingen wir gemeinsam hinunter zur „Ranft“, der Kapelle bei der Einsiedlerklause von Bruder Klaus. Wir beteten bei einem feierlichen Gottesdienst für eine friedliche Welt und dankten auch für die unbeschadete Ankunft aller 16 Teilnehmer.

Der letzte Tag in Flüeli wurde zum Erholen, Nachdenken, Wandern am Bruder-Klaus-Weg, Baden im Sarner See, Kneippen, Bergtourradeln u.v.m. genutzt. Zurück ging es tags drauf bequem mit dem Bus.
Man spürte, wie die Gruppe zusammengewachsen war. Ich erinnere mich mit Dankbarkeit an die „gelben Engel“ (sportlichere Fahrer mit Warnweste), die uns schwächeren Teilnehmern manche Bergaufstrecken mit Anschieben hinaufhalfen. Auch eine defekte Bremse und ein platter Reifen wurden von unseren Fachmännern schnell repariert.
Wir freuten uns auf die gemeinsamen Mahlzeiten. Und wir freuten uns auf gemeinsames Hören, Beten und Singen bei den nachdenklichen, besinnlichen Einheiten.

Kurz gesagt: eine runde Sache.

In der Rückschau möchten wir besonders folgendes herausstellen:

Wir wurden geistlich und seelsorgerisch bestens betreut durch Pfarrer  Josef  Irlbacher und Max Hastreiter, die uns mit Gottesdiensten und vielen Impulsen u.a. das Leben un d Wirken von Bruder Klaus und seiner Frau Dorothee nahebrachten. Klaus Hirn gestaltete das Begleitheft und übernahm die Hauptorganisation. Zusammen mit Christine Reitinger als Begleitteam (Transporterfahrer) sorgten sie in den vielen Pausen an der Radlstrecke für leckere Brotzeiten und erledigten sonstige Hintergrundarbeiten. Wir konnten uns felsenfest auf unseren Guide Elisabeth Gaßner verlassen, die immer ein Gespür für Tempo und Fahrzeiten hatte.

Herzlichen Dank an Euch

Mit eurem Einsatz und eurer Vorarbeit habt ihr uns unvergessliche und bereichernde Tage geschenkt!!

Ingrid Schießl, Claudia , Monika

 

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