22.000 Quadratmeter für die Bienen

Montag, 10. September 2018

Die Landvolk-Familiengruppe lädt in die Woppenriether Wälder und gibt die Antwort auf die Frage: Wo kommt der Honig her?

(fvo) Insgesamt 45 Kinder und Erwachsene trafen sich am vergangenen Freitagnachmittag am Dorfkreuz in Woppenrieth, um sich auf den zwei Kilometer langen Fußweg in die Woppenriether Wälder zum Imkerparadies von Karl Weiß zu machen. Nebenbei lernten die Ferienkinder, was früher der Sinn eines Hohlweges war. Obwohl später Regen einsetzte, war dieser Nachmittag egal ob für jung oder alt jede Minute des Ferienprogramms wert. Die Organisation hatte Landvolk - Familiengruppe - Vorsitzende Silvia Stahl übernommen und führte die Mädchen und Buben samt Erwachsene unter dem Thema "Woher kommt der Honig? - inklusive Stockbrot und Honigprodukten durch den Imkernachmittag. Mit seiner Imkerkollegin Marianne Pausch erklärte Weiß unaufgeregt, kompetent und interessant das Leben der Bienen. Neben seinem Bienenparadies befindet sich eine über zwei Hektar große Wiese, die er einzig und allein seinen kleinen Lieblingen als Futterwiese überlässt.

Durch große Glasscheiben konnten die Ferienkinder in das Innenleben eines Bienenstocks sehen und erlebten live, wie der Honig gewonnen wurde. Der Experte, der insgesamt über 20 Völker betreut, erklärte den 35 Kindern die Aufgaben der männlichen Drohnen. Die Ferienkinder wissen nun, dass ein Volk im Sommer zirka 70.000 Bienen und im Winter zirka 30.000 Bienen vereint. Der Spielberger erklärte die Fütterung von Zuckerwasser und bezeichnete das vergangene Jahr, trotz Hitze als ein durchschnittliches Bienenjahr. Eine Königin entsteht aus den gleichen Ei wie eine Biene, sie erhält aber den Gelée royale, den speziellen wachstumsfördernden Bienenköniginnenfuttersaft.

Silvia Stahl hatte für die Kinder Erdkügelchen mit Tonpulver und Wildblumensamen vor Ort vorbereitet, dass die Kinder mit nach Hause nehmen durften. Dort können sie die wertvollen Kügelchen im Garten verteilen, damit im Frühjahr wieder Futter für die Bienen wächst. Für jeden Teilnehmer hatte Weiß ein Gläschen Honig für daheim bereit, die Erwachsenen kosteten einen Schluck Met, den leckeren Honigwein.

Zum Bild: Der Spielberger Imker Karl Weiß (vorne rechts) zeigt den vielen Ferienkindern durch eine Glasscheibe seine Bienen.

Quelle: Onetz, Frank Völkl

Bild: fvo