„Brot - Zeit mit Butter“ im Dorftreff

Mittwoch, 7. März 2018

 Albersrieth (franz voelkl) „Mach mer Brotzeit – Brotzeit ist die schönste Zeit“, diese alte Polka traf am vergangenen Samstag im Albersriether Dorftreff allerdings ohne Wurst und Bier zu. Die Landvolk (KLB) -Familiengruppe hatte zu einer Brotstunde mit anschließendem Ausbuttern eingeladen und vierzig große und kleine „Brotfans“ waren zur „Brot - Zeit mit Butter“ gekommen. KLB – Leiterin Silvia Stahl war von der Resonanz überrascht und erklärte, dass heute Brot ganz selbstverständlich zu jeder Zeit und in vielen Sorten zur Verfügung stehe. Im Mittelpunkt dieser etwas „anderen Brotzeit“ stand einerseits die Pleysteiner St. Elisabeth Kindergartenleiterin Schwester Maria Fuchs, die speziell mit einer tiefgreifenden Geschichte das Brot den Teilnehmern näherbrachte. Mit ihrer „ganzheitlichen-sinnorientierten Methode“ einer Brotstunde erzählte die aus Roding stammende Erzieherin eine Geschichte, in der die Teilnehmer aktiv eingebunden wurden.

Sie sprach von einer Prinzessin Suleika und der alten Runa, die köstlichstes Brot im Schloss bereitete. Ein seltsamer Vogel zwitscherte der Prinzessin zu, die Welt zu erkunden – Runa gab ihr dazu eines ihrer köstlichen Brote mit auf den Weg. Nach langer Zeit kam die verarmte Prinzessin wieder nach Hause. Sie trifft die alte Runa wieder und der Duft des Brotes zieht wie früher durch das Schloss.

Schwester Maria fesselte dabei ihrer Zuhörer und bezog alle mit in die Geschichte ein. „Wer teilt wird froh – das ist einfach so“, meinte die Ordensschwester, schnitt das Brot auseinander und teilte es aus. „So hat jeder ein Stück vom Glück“.

Nach dieser tiefgründigen und ruhigen Brotstunde durften sich alle körperlich betätigen und ihren Bewegungsdrang ausleben. Verschiedene Arten des Ausbutterns kamen zum Einsatz. Ob mit großen Butterfass oder mit der auf dem Deckel eines großen Glases angebrachten Kurbel bewegten die KLB`ler den Rührer, der Rahm wurde geschlagen und nach kurzer Zeit war die Butter fertig. Die einfachste Art und Weise zu leckerer Butter zu kommen war etwas Schlagsahne in ein Glas mit Drehverschluss zu geben und zirka zehn Minuten kräftig schütteln. Auch Pfarrer Norbert Götz, Pfarrhaushälterin Elisabeth Kodalle und Landvolk Kreisvorsitzender Manfred Kellner ließen sich unter Anleitung der Hauswirtschaftsmeisterin Angela Stangl aus Wöllershof sowie Klara Balk aus Letzau inspirieren. Zu guter Letzt wurde die Butter auf das Brot gestrichen und verschwand mit gekochten Kartoffeln, Quark und Obatzten in den hungrigen Mäulern der fleißigen Ausbutterer. Einzig und allein der gut vier Monate alte Lukas interessierte sich weder für Brot noch für Butter, lag in seinem Kinderwagen, lachte und ließ sich vom geschäftigen Treiben nicht beirren.

 

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