KLB-Familienfahrt nach Assisi

Freitag, 13. September 2019

„Pace e Bene“ - Frieden und Gutes. Diesen Gruß verwendete der Hl. Franz von Assisi. Genau dorthin ging die sechstägige Familienfahrt des „Jungen Landvolks im Landkreis Dingolfing-Landau“ (KLB). Insgesamt machten sich 15 Erwachsene und 17 Kinder mit dem Bus auf den Weg nach Umbrien, um den Spuren des Hl. Franz von Assisi zu folgen.

Die Anreise wurde in Ancona für einen kurzen Badeaufenthalt an der Adria unterbrochen. Nach dem Abendessen im Hotel in Santa Maria Degli Angeli (am Fuße von Assisi) konnte noch an der beeindruckenden Lichterprozession in der Basilika (erbaut 1569) teilgenommen werden. Im Inneren der Basilika befindet sich die kleine Kirche Santa Maria Degli Angeli, die Franziskus von den Benediktinern zur Verfügung gestellt bekommen hat. Er nannte sie Portiuncula, kleines Fleckchen. Hier gründete er 1209 den Franziskanerorden und verstarb dort 1226 im Alter von 44 Jahren. In den folgenden Tagen standen Besichtigungen der Orte an, die vom heiligen Franz von Assisi geprägt sind. Dazu gehörte die Basilika San Francesco mit Festgottesdienst und anschließender Führung durch die Ober- und Unterkirche. Daraufhin folgte die Besichtigung des Geburtshauses von Francesco, dessen Vater ein wohlhabender und angesehener Tuchhändler war. Es schloss sich die Besichtigung der Santa Maria Maggiore, wo er vor dem Bischof seine Berufung zur Armut bestätigte und das Erbe seines Vaters ausschlug, an. In der kleinen Kirche San Damiano, in der Francesco das Wort Gottes vernahm, durften die KLB’ler einen Wortgottesdienst abhalten. Anstrengender war dann die Wanderung zur Einsiedelei, Eremo delle Carceri. In diese kleine Kapelle zog sich der 1228 heiliggesprochene Franziskus zum Gebet zurück, wenn er die Stille suchte. Nach seinem Tod wurde die Kapelle erweitert und ein kleines Kloster errichtet.

Die weltlichen Genüsse und Sehenswürdigkeiten von Umbrien durften bei der Reise natürlich auch nicht zu kurz kommen. So wurde an der Grenze zur Toskana ein Weingut mit einer Olivenplantage, mit anschließender Verkostung von umbrischen Spezialitäten, besichtig. Auf eine Abkühlung im viertgrößten See Italiens, den Trasimenischen See, verzichtete die Gruppe aufgrund des Algenbewuchses. Zur Erfrischung wich man spontan auf ein Freibad aus. Ein weiteres Ausflugziel lag südlich von Assisi, nahe der Stadt Terni. Dort wurde 271 v. C. der Fluss Velino zur Trockenlegung in einen Kanal über die Marmore Klippe in den 165 Meter tiefer gelegenen Fluss Nera umgeleitet. Seit rund 50 Jahren wird ein Wasserkraftwerk mit diesem Wasser angetrieben. Zu festgelegten Zeiten wird der Fluss wieder in sein ursprüngliches Flussbett über einen Wasserfall umgeleitet. Die KLB’ler konnten hautnah miterleben wie ein leeres Flussbett innerhalb weniger Minuten zu einem reißenden Wasserfall anschwoll. Nach diesem Spektakel wurde schließlich am nächsten Morgen die Heimreise mit einem Zwischenstopp am Gardasee angetreten. Bei dieser Pause war genügend Zeit für ein Picknick und ein erfrischendes Bad im größten See Italiens eingeplant.

Im Bus diskutierten noch alle über ihre persönlichen Highlights, bis hin zur Frage, wohin die Reise im nächsten Jahr wohl führen wird. Letztlich waren sich alle einig, dass die langjährige Tradition der mehrtägigen Familienfahrt des „Jungen Landvolks im Landkreis Dingolfing- Landau“, weitergeführt werden soll. So wurde den Organisatoren Aumüller Anneliese, Schweikl Christine, Günter Grassl, Brandl Gerhard, Heilmeier Stefan und Christian Steinberger großes Lob ausgesprochen.