KLB feiert 15-jähriges Bestehen

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Am letzten Samstag machte sich das „Junge Landvolk im Landkreis Dingolfing-Landau“ (KLB) auf den Weg nach Landshut, um dort ihr 15-jähriges Bestehen gebührend zu feiern.

Die Anreise erfolgte mit Bus und Bahn bis zur Fußgängerzone. Von dort startete auch die historische Stadtführung mit einer Zeitreise in das 14. und 15. Jahrhundert. Das Leben zur Blütezeit Landshuts unter Herzog Georg dem Reichen, zur Zeit der Hochzeit mit Hedwig aus Polen 1475, wurde anschaulich bei amüsanten Geschichten rund um die historischen Gebäude erzählt. Der gotische Turm der Stiftsbasilika St. Martin (Bauzeit 1385 bis 1500) ist mit 130 Metern der höchste aus Backsteinen errichtete Kirchturm der Welt. Die monumentale Marienstatue schnitzte Hans Leinberger um 1520. Nahezu unbeschadet überstand die gotische Kirche den Zweiten Weltkrieg, nur die Kirchenfenster wurden durch Druckwellen zerstört. Der Künstler Max Lacher hat bald nach dem Kriegssende 1946 auf einem Kirchenfenster drei nationalsozialistische Machthaber als Folterknechte des heiligen Kastulus dargestellt.
Im Anschluss an die Stadtführung speiste man wie zur Ritterszeit, in der Taverne Anno 1475 mit Haxen von Schwein, Huhn und Ente.

Gut gestärkt ging es in Richtung Stadtresidenz zur theaterlichen Inszenierung „Mord an der Universität“. Eine Führung, von und mit Christian Baier, durch die altehrwürdige Stadtresidenz zu Landshut mit vielen heiteren Episoden bis hin zu einem Mordfall in einer Studentenverbindung. Viel Wissenswertes über die Ludwig-Maximilian-Universität (1800 bis 1826) und das Leben zur Zeit des Kurfürsten Maximilian Joseph wurde von den Herren Professoren während der Besichtigung der historischen Räume gelehrt.
Zu fortgeschrittener Stunde wurde die Heimreise angetreten. Großes Lob erhielt das Organisations-Team, Christine Eichinger und Sylvia Schratzenstaller.