Kräuterweihe ein gelebter Brauch

Montag, 3. September 2018

Zu Maria Himmelfahrt fand in der Pfarrei St. Katharina in Tunding wieder ein  Festgottesdienst mit Kräuterweihe statt.

Am Dienstag trafen sich die Frauen der Familiengemeinschaft Tunding am Graßl-Hof um wieder Kräuterbuschen zu binden. Schon in den frühen Morgenstunden wurden fleißig verschiedene Kräuter, Blumen und Getreidesorten zusammengetragen.

Schafgarbe Johanniskraut, Kamille Gerste und Weizen Goldrute Hopfen Lavendel, Melisse, Ringelblume und vieles mehr wurde in die Sträuße mit eingebunden. Auch die Königskerze durfte nicht fehlen. Sie steht für ein langes und erfülltes Leben und soll das Zepter der Muttergottes darstellen. Am Himmelfahrtstag wurden die Buschen wie jedes Jahr am Kirchplatz vor der Hl. Messe verkauft. Pater Shibu nahm dann die Kräuterweihe vor.

Dieser Brauch an Maria Himmelfahrt beruht auf einer Legende aus der Frühzeit der Kirche. Als die Apostel das Grab Marias  besuchten trat ihnen eine Woge des Wohlgeruchs entgegen. Das Grab war leer aber angefüllt mit Heilkräutern und Blumen die Maria in ihrem Leben sehr liebte und schätzte. Jeder Kräuterbuschen solle mindestens 7 Kräuter enthalten, gemäß der 7 Sakramente, die gegen Krankheiten, Unheil, Gewitter und Blitzschlag Helfen sollen.

Gerne nahmen sie die Gottesdienstbesucher wieder solch ein heilkräftiges Büscherl mit nach Hause und pflegen diese schöne Tradition die Dank der Frauen des Familienvereins auch in Tunding am Leben erhalten wird.