Kräuter bei der KLB Schwarzhofen

Dienstag, 31. Mai 2016

„Dagegen ist kein Kraut gewachsen“ – diesen alten Spruch stellte Gertrud Binner ihren Ausführungen voraus. Er symbolisiert die Bedeutung der Heilkräuter, denn gegen viele Krankheiten kannte und kennt man eben ein Kraut und wenn keines mehr hilft, muss es schlimm stehen. Die Zuhörer/innen ließen sich auch nicht zweimal bitten und probierten viele der Kräuter selbst – auch Pfarrer M. Urban.

 

„Gesegnete Kräuter - heilkräftig und gesund“ – unter diesem Motto stand am Abend des Pfingstmontags im Pfarrheim einen Vortrag von Gertrud Binner an. Man konnte sich über regen Zuspruch freuen, denn neben vielen Mitgliedern waren auch zahlreiche interessierte Gäste gekommen.
Der 1. Vorsitzende Joseph Frey zeigte sich denn auch sehr erfreut über den guten Besuch und hieß alle willkommen. Sein besonderer Gruß galt neben der Referentin auch Pfarrer Markus Urban.
Die Heilkräuter waren früher sehr wichtig, als man noch kaum Medikamente kannte und sich so helfen musste. Die Kräuterkunde ist schon sehr alt, manche Pflanzen waren schon im Altertum bekannt mit ihrer heilenden Wirkung. Heute erinnert man sich wieder mehr an die Kräuter und ihre Wirkung bei vielen Be-schwerden oder auch zur Vorbeugung.
G. Binner hatte auch eine Fülle von Kräutern aus ihrem Garten oder Grundstück mit gebracht zum Riechen und Probieren.  Sie stellte fest, dass die Kräuter seltener werden, einmal wegen vieler Umweltgifte oder der intensiven Anbaumethoden mit schweren Maschinen, die den Boden verdichten, auch Wegraine werden selten. Die Kräuter haben viele Inhaltsstoffe, viele können roh genossen werden oder als Salat oder Tee. G. Binner stellte eine Fülle von Kräutern vor – manche waren gut bekannt – und informierte natürlich auch über ihre spezielle Anwendung und Wirkung, ihren Duft und Geschmack. Die meisten sollen frisch gepflückt verwendet werden oder aber gut getrocknet. 
Gerade jetzt im „Frauenmonat“ Mai gebe es viele Kräuter, einige wie Löwenzahn oder Brennnessel eigneten sich für weine „Frühjahrskur“. Andere genannte – oft unscheinbare und wenig geschätzte -  Kräuter waren z.B. Labkraut, Glockenblume, Dost, Schafgarbe, Frauenmantel, Giersch, Knoblauchraute, Rotklee, Spitzwegerich, Zinnkraut u.a. Einige erwähnte sie nur, weil sie teilweise giftig sind; aber auch Giftpflanzen haben oft Heilwirkung, es kommt dabei auf die Dosierung an.
Frey dankte der Referentin für ihren hochinteressanten Vortrag. Die Frauenvorsitzende Maria Schmid dankte mit  einem Geschenkkorb – auch mit heimischen Produkten.
Eine einmalige Überraschung brachte der Auftritt eines „Kräuterweibls“ (Gertraud Größl), das an G. Binner einige Kräuerbuschn überreichte und dabei in Versform gute Wünsche überbrachte.

Text und Bild: (mad)/ Mandl